Warum sollte man Wirtschaftspsychologie studieren?

In Zusammenhang mit einem Psychologiestudium denken die meisten Menschen unmittelbar an eine berufliche Laufbahn als psychologischer Psychotherapeut. Doch genau dazu qualifiziert der Studiengang Wirtschaftspsychologie nicht, weil er auf die klinische Psychologie verzichtet und somit keinen Zugang zu der an das Studium anschließende Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten bietet. Nichtsdestotrotz hat die Wirtschaftspsychologie selbstverständlich ihre Daseinsberechtigung und bietet interessante Perspektiven. Wenn es beispielsweise um ein psychologisches Fernstudium neben dem Beruf geht, bietet sich das Fernstudium Wirtschaftspsychologie in besonderem Maße an. Die wenigsten Berufstätigen werden eine Karriere als Psychotherapeut anstreben, so dass das Fehlen der klinischen Psychologie kein Makel sein muss. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn durch die wirtschaftswissenschaftlichen Inhalte ergeben sich gute Aussichten in der freien Wirtschaft. Wer bereits berufstätig ist, kann so eine ausgezeichnete Basis für einen Aufstieg auf der Karriereleiter schaffen.

Studieninteressenten schenken in der Regel vor allem den Karrierechancen große Aufmerksamkeit, schließlich soll das Studium die Grundlage für ein erfülltes Berufsleben schaffen. Dass die Inhalte den persönlichen Interessen entsprechen sollten, versteht sich dabei mehr oder weniger von selbst. Wer seine Studienwahl ausschließlich aufgrund der Karrieremöglichkeiten trifft, wird in dem Beruf häufig nicht glücklich.

Gründe für das Studium Wirtschaftspsychologie

Die Wirtschaftspsychologie gehört zu den sogenannten Bindestrich-Studiengängen und ist interdisziplinär zwischen Wirtschaft und Psychologie angelegt. Dies hat zur Folge, dass Absolventen der Wirtschaftspsychologie als Bachelor oder Master weder in psychologischer noch wirtschaftswissenschaftlicher Hinsicht Spezialisten sind. Wirtschaftspsychologen sind eher Generalisten mit einem breit gefächerten Fachwissen. Dies muss nicht nachteilig sein und kann durchaus als Vorteil gelten. Insbesondere im betrieblichen Umfeld sind oftmals qualifizierte Mitarbeiter mit betriebswirtschaftlichem Know-How und psychologischen Kompetenzen gefragt. Weder ein Wirtschaftswissenschaftler noch ein Psychologe kann damit dienen. Wirtschaftspsychologen besetzen folglich eine Nische, die weitaus größer ist, als man zunächst annehmen könnte.

Die Kombination von BWL und Psychologie ist heutzutage überaus sinnvoll und in vielen Bereichen gefragt. Die interdisziplinären Kompetenzen sind beispielsweise in der Marktforschung, im Marketing sowie im Personalwesen sehr hilfreich. Wer sich nicht zwischen Psychologie und Wirtschaftswissenschaften entscheiden kann und ein abwechslungsreiches Studium aufnehmen möchte, das auf eine Karriere vorbereitet, die beide Bereiche berücksichtigt, sollte Wirtschaftspsychologie studieren. Spannende Inhalte, eine akademische Generalisten-Ausbildung, vielseitige Karrierechancen sowie die Möglichkeit, Wirtschaftspsychologie beispielsweise als Fernstudium berufsbegleitend zu studieren, sind Argumente, die für ein wirtschaftspsychologisches Studium sprechen. Es lohnt sich also, einen entsprechenden Studiengang in Erwägung zu ziehen.

Tags: